2015 überarbeitet, waren die Begriffe Lesben und Schwule noch gängig, wo wir heute auf den Begriff Queer gehen würden, was allerdings etwas ungenauer wäre, denn die Geschichte der Wahrnehmung und Verfolgung lief ja eingeschränkt, von gesellschaftlichen Zuschreibungen der Sexualität (nur zu Männern) bis zur Verfolgung als „ansteckende Krankheit“ im „3.Reich“ mit der Apfel-Erzählung: „Ein fauler Apfel in der Apfelkiste steckt mit der Zeit alle anderen an.“
Mit diesem irrigen Glauben ist erst die Abgrenzung und Verfolgung und der Vernichtungswille zu verstehen, und Ähnliches geschah mit den „Asozialen“, den Alkoholikern, den Lesben und Wirt*Innen, und allen, die ähnlich der damaligen rassistischen Vererbungslehre alle „Fremden“ wie jüdischen, dunkelhäutigen, wie auch Sinti und Roma als „falschen Einfluß“ auf die germanische nordisch aufgebaute Ideologie im „Volkskörper“ gefährden konnten.
Die verrückte Rassenlehre der Abstammungsreinheit hatten schon Mitglieder des „Germanenorden“, in #München als Ableger der „Thule-Gesellschaft“ im Hotel Vierjahreszeiten ab der Revolution 1918 gepflegt, mit einem Aufnahmeritual, dem ein „judenreiner“ Stammbaum über 7 Generationen zugrunde liegen sollte.
Die Nürnberger Gesetze rechneten später nur bis zu 5 Generationen, mit „Viertel und Achtel-Juden“ und Konsequenzen zuerst für Ausgrenzung und spätere Vernichtung.
Lesben und Schwule
fanden sich in ihren verschiedenen Bewegungen, innerhalb der Frauenbewegung und in Kreisen für die Abschaffung des §175 aus dem preußischen Recht, nach dem Reichsbeitritt auch in Bayern gültig, das vorher noch nach französischem Recht geurteilt hatte, wo es, wie in den Menschenrechten, keine solche Ausgrenzung gab.
eigentlich bei Hirschfeld schon breiter gedacht: Inter und Trans
Als Arzt hatte Magnus Hirschfeld mit all den Zwischenstufen zu tun, die er als Oberbegriff für alle besonderen Varianten des geschlechtlichen Erlebens und der Orientierung beschrieben hatte, wodurch er sich zum Feind der primitiven Medizin- und Rassenlehren seiner Zeit machte.
Er hatte früher auch in München studiert und war 1920 schon von „Hakenkreuzlern“ nach einem Vortrag zusammengeschlagen worden.
Das Wissenschaftlich-humanitäre Komitee WHK München und seine Wirkungen: Schriften im Archiv Queeres Forum München http://forummuenchen.org
„Ab Mitte der 1920er Jahre arbeitete Levy-Lenz als Sexualtherapeut und Chirurg an Magnus Hirschfelds Institut für Sexualwissenschaft und engagierte sich auch publizistisch im Kampf gegen Geschlechtskrankheiten und für die Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs. … Ludwig Levy-Lenz verstarb am 30. Oktober 1966 in einem Münchner Krankenhaus, und erst vor kurzem – im Frühjahr 2020 – ist es gelungen, seine Grabstelle ausfindig zu machen. Sie befindet sich auf dem Neuen Jüdischen Friedhof (Sektion 17 Reihe 11 Grab 16) in München, Garchinger Straße 37. https://magnus-hirschfeld.de/gedenken/erinnern/hirschfeld-familie-und-freunde/ludwig-levy-lenz-munchen/
darin auch die www.memoryloops.net



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